Der Seehaldenhof in Nonnenhorn: jeder Wein hat ein Zuhause

Shownotes

Simon Hornstein steht für eine neue Winzer-Generation. Sie machen nicht einfach gute Weine – sondern gute Weine hier vom See! Der Erfolg gibt Simon jetzt schon Recht. Doch das ist für die Nonnenhorner Weine erst der Anfang.

Alle Infos zum Seehaldenhof findet ihr hier: Seehaldenhof.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Bodenseepodcast, der Podcast von Echtbodensee.

00:00:06: Heute geht es um den Geist, der aus der Flasche kommt oder vielmehr wie der Geist also das Aroma, der Geschmack eigentlich in die Flaschen kommt.

00:00:15: Es geht also um den Weinbau am See.

00:00:20: Wir sind zu Gast im Donnerhorn.

00:00:22: Hier wird seit Generationen Wein an Bodensee angebaut.

00:00:26: Die Jungen, die nun am Zug sind haben sich in den letzten Jahren noch mehr auf ihre Gemeinschaft besonnen was ihren Wein hier aus der Region so besonders macht und wie er noch besser werden kann.

00:00:40: Die jungen Winzerinnen sind damit sehr erfolgreich!

00:00:43: Einer von ihnen ist Simon Hornstein vom Seehaltenhof Nonnenhorn.

00:00:47: Mit seinen Weinen hat er bereits mehrere Auszeichnungen geholt, man spürt sofort, hier hat jemand seine Leidenschaft gefunden Und Simon kann sein Handwerk auch noch super erklären.

00:00:57: wenn man von der Kunst des Weinbaus sogar keine Ahnung hat Wie ich zum Beispiel... Hallo!

00:01:07: Ja, wir sitzen direkt hier nah am Wasser.

00:01:09: Normalerweise bitte ich immer... das hatte ich dir glaube auch geschrieben um einen kleinen ruhigen Raum und dann hattet ihr aber den Vorschlag dass wir hier da ans Wasser gehen und ich weiß nicht ob man es hören kann aber besser geht es kaum.

00:01:21: also eure Lage ist ja traumhaft wenn ich so sagen darf.

00:01:25: Ja voll!

00:01:26: Also erstmal schön dass wir jetzt sitzen können natürlich schöner wie in irgendeinem Raum versteckt zu sein Und natürlich, klar.

00:01:33: Unsere Lage ist es ein tolles Privileg eine tolle Sache hier leben zu dürfen und auch weit machen zu dürfen.

00:01:39: Ich habe mir im Vorhinein, weil ich kurz auf eurer Homepage und da hast du das total schön beschrieben Da steht der Seehaldenhof liegt in Nonnenhorn direkt am Bayerischen Bodenseeufer Das kann ich bestätigen.

00:01:49: Am Wasser mit Blick auf die Alpen leben wir und machen Wein!

00:01:53: Ich fand...da steckt eigentlich alles schon drin.

00:01:55: Kannst du das noch ein bisschen ausführen?

00:01:58: Was macht ihr hier?

00:01:59: Ja, eigentlich genau das.

00:02:01: Wir leben hier.

00:02:03: Klar wenn man einen Hof hat dann der Hof ist lebensbestimmend.

00:02:07: also man lebt quasi mit der Arbeit und in der Arbeit um die Arbeit herum und irgendwie ist es natürlich allgegenwärtig in jeder Minute.

00:02:15: Aber natürlich, wir leben hier auch.

00:02:18: Das eine bedingt das andere und genau so ist es eigentlich.

00:02:22: Wir machen hier Wein.

00:02:23: Wir versuchen den Wein zu machen, der uns schmeckt, den wir in Kopf haben, den uns die Natur gibt.

00:02:29: Und wenn man dann noch auf dem Betrieb wohnen und leben dürfen umso schöner.

00:02:35: Das hast du schön ausgedrückt, aber fast ein bisschen bescheiden würde ich sagen weil Sie haben noch mal ein bissel geschaut.

00:02:40: Wir haben ja auch einen Weinportal und paar Angaben gefunden.

00:02:43: da hieß es der junge New Wave Weinwerker und extrem Weingärtner hat die Weinzentrale geschrieben.

00:02:49: also mega erfolgreich.

00:02:51: wie hast Du das gemacht?

00:02:52: was ist da passiert die letzten

00:02:53: Jahre?

00:02:55: Also das Zitab ist total schön.

00:03:00: Das

00:03:01: verfolgt mich, aber es ist sehr cool.

00:03:03: Ja Vielleicht muss man da von Anfang an starten, wir haben

00:03:08: ein

00:03:09: bisschen eine andere Idee Wein zu machen.

00:03:11: Wir wollen nicht einen Wein machen der so schmeckt wie das was wir im Kopf haben wie jetzt der Wein schmecken soll wie wir uns das wünschen würden sondern versuchen dass die Weine die Region widerspiegeln also dass der Rebstock alles wiedergeben darf, was er eben erlebt hat von Boden, Klima

00:03:31: etc.,

00:03:31: die Menschen, die vorbeigelaufen sind und irgendwas rumzupft haben oder so.

00:03:35: Und das versuchen wir in den Weinen widerspiegeln zu lassen.

00:03:38: Natürlich auf einem qualitativ hohen Niveau aber es ist nicht der Anspruch dass wir jetzt besonders außergewöhnliche Weine machen wollen, sondern beziehungsweise vielleicht außergewönlich in der Eigenständigkeit im Charakter.

00:03:54: Und wenn das dann von außerhalb positiv bewertet wird, dann finde ich das total schön und natürlich ist eine Bestätigung und es ist eine tolle Sache aber es nicht das primäre Ziel.

00:04:06: also wir wollen den Weinmachen oder die Idee verfolgen, die wir haben.

00:04:11: Wir haben immer dran geglaubt, dass es Leute gibt die das auch gut finden.

00:04:14: Weil wir sie ja auch gut findet und wird schon irgendwo noch übergeben, der es auch gut findet!

00:04:18: Und da ist natürlich so viele Leute gut finden und das war jetzt das Feedback und die Rückmeldung und einfach das Interesse verspüren was wir haben, das ist natürlich klasse.

00:04:29: Das hat aber, also so wie ich es verstanden habe ganz viel damit zu tun dass ihr's schafft aus dieser vielleicht auch ganz besonderen Lage die ihr habt eure Böden das Terroir ist glaube ich der richtige Begriff.

00:04:39: Dass jetzt schafft da genau das Richtige rauszuholen oder?

00:04:43: Ja genau das ist eine ganz spannende Frage.

00:04:46: Ich erzähle auch gern meine Gedanken bevor ich wieder an Bodensee zurückgekommen bin.

00:04:52: Also ich war natürlich ein bisschen außerhalb mit Ausbildung etc.

00:04:56: und Irgendwann hat mich eben der Terroirgedanke gefesselt, also dass ein Wein je nachdem wo er wächst unterschiedlich schmeckt auch wenn man es gleich macht.

00:05:08: Dass quasi der Mensch nicht alles im Griff hat sondern das die Natur eigentlich der bestimmte Faktor ist und dann auch größere Dinge rauskommen können wie man sich vielleicht vorstellen kann.

00:05:18: aber jetzt wird eben nicht alles genau so wie man es sich vorstellt.

00:05:21: Das ist das Spannende Ich würde sagen magische an dem Wein, wenn man das zulässt.

00:05:29: Ganz schwieriger Gedanke oder ganz ein bisschen schwierige Zeit, weil ich wollte es machen war mir aber nicht ganz sicher ob die Bodensee-Region eben so charakterstark ist dass sie so eigenständige Weine hervorbringen kann.

00:05:43: Das kann natürlich nicht jeder Boden, das kann nicht jede Region!

00:05:46: Ich meine jetzt rückblickend Total dumm der Gedanke, weil wenn man so in die Region reinschaut das ist ja schon was Spezielles.

00:05:54: Also die Menschen, die Regionen des Klima, die Alpen, die Böden... Nachhinein ist es logisch dass es irgendwie etwas Spezielles ist und dadurch auch spezielle Weine hervorbringen müsste.

00:06:08: Egal ob das jetzt qualitativ kann man da immer streiten.

00:06:11: Ich sag's lieber gleich, ich muss direkt zugeben keinen Weinkenner, also ich würde fast sagen Laie.

00:06:15: Aber deswegen erreicht mich das direkt so wenn du jetzt ganz bewusst von Magie sprichst.

00:06:23: Ja voll!

00:06:24: Wenn man sich die Geschichte vom Wein anschaut hat ja immer irgendwie eine Sonderstellung.

00:06:30: Warum hat sie die?

00:06:31: Natürlich die Traube hat viel Zucker und kann viel Alkohol machen.

00:06:36: Das hat natürlich auch einen Grund.

00:06:37: aber es hat ja auch in vielen Mieten oder Traditionen, spielt Wein schon eine bestimmte spezielle Rolle.

00:06:44: Egal ob es in der Kirche oder sonst irgendwo ist und ich glaube nicht daran dass das nur wegen Alkohol oder sonst was sondern weil der Wein vor allem in Zeiten wo vielleicht nicht so viel Technik gab schon etwas von dem Boden und von dem Klima bestimmtes war wenn man sich alte Weinkarten anschaut zum Beispiel.

00:07:06: Da ist immer eine Herkunftsbezeichnung drauf.

00:07:08: oder die ältesten Flaschen, so muntgeblasene Flasche.

00:07:12: wenn man die sich irgendwo anschaut und da vielleicht tatsächlich ein Etikett oder irgendein Anhängerle oder so dran war dann stand da meistens einen Ortsname oder so drauf.

00:07:20: heute erwartet man okay ich bestelle den Weißburg unter so.

00:07:25: aber das eigentlich nicht das was glaube ich wo der Ursprung war sondern Der Terroirgedanke, der ist eigentlich was ganz Logisches und Traditionelles und nichts Neues.

00:07:34: Sondern eigentlich etwas Ursprüngliches das eben einen Non-Hornerwein gibt.

00:07:39: Und der schmeckt vielleicht anders wie ein Lindauer... ...und die schmecken anders wie keine Ahnung irgendeinen Wein vom Kaiserstuhl zum Beispiel.

00:07:45: Das heißt also auch hier schon in der Region wenige Kilometer können schon einen Unterschied ausmachen.

00:07:49: dann?

00:07:50: Ganz entscheidend glaube ich sogar

00:07:52: Ja!

00:07:52: Also da sind wir dran.

00:07:55: Wir wissen dass es Unterschiede gibt Und ich glaube, unser Generationsauftrag für die ganze Region ist nicht nur meiner.

00:08:04: Es ist zu gucken wo denn tatsächlich die Unterschiede sind.

00:08:08: Das ist natürlich auch ein langer Prozess.

00:08:10: also wir haben einmal im Jahr die Chance weinzumachen Und das eine Jahr ist wärmer, das andere ist kühler.

00:08:18: Dann haben wir trockene feuchte Jahre etc.

00:08:21: Mal gibt es ein starkwerter Ereignis mit Hagel, dann ernt man plötzlich weniger oder von der Lage gar nichts.

00:08:26: Deswegen braucht man da einfach jahrelatzehnte bis man sich so einem Thema annähert.

00:08:31: Aber natürlich geht das in der Gemeinschaft viel viel besser.

00:08:34: und ja die Böden unterscheiden sich von Nonnenhorn nach Lidner beispielsweise und dadurch unterscheinen sich auch die Früchte und die Weine.

00:08:42: Und wenn man spricht glaube ich dann, oder man kann von einem eigenen Haustil sprechen unabhängig von den individuellen Weinsorten.

00:08:50: Würdest du sagen dass ihr da auf dem Weg seid einen ganz eigenen Stil für eure Weine zu entwickeln?

00:08:57: Ist das der Weg um den...

00:08:59: Ja spannende Frage.

00:09:01: also beschäftigen wir uns natürlich viel damit.

00:09:04: bis eine ist die Herkunftsprägung.

00:09:07: eben und ganz spannend oder eigentlich faszinierend, dass die Herkunftsprägung über die verschiedenen Weingüter und Betriebe hinaus gleich bleibt.

00:09:20: Und das ist natürlich auch wichtig!

00:09:21: Wenn wir jetzt Non-Horn draufschreiben, dann muss es ja bei uns ähnlich schmecken wie beim Kollegen oder dem nächsten Kollegen.

00:09:30: bzw der Unterschied wenn wir zwei Lagenweine machen zum Beispiel die Non-hornas Seeheilien den Sonnbickel Da muss da eine Unterscheidung geben über die Jahre hinweg.

00:09:41: Und der Unterschied zwischen den beiden Lagen, der muss beim Kollegen ein bisschen andere Stilistik hat aber gleich erkennbar sein.

00:09:50: Ansonsten ist es ja Quatsch.

00:09:55: und natürlich die Betriebstilistika.

00:09:57: Aber das ist der Weg wie man sich an das Terror annähert.

00:10:04: Also da gibt es ja auch wenig richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Herangehensweisen.

00:10:10: Was ich ganz wichtig finde zu verstehen ist das alles was man tut oder was man nicht tut, Dinge beeinflusst also nicht nur beim Wein machen, sondern überall.

00:10:21: wenn ich jetzt in der Weinbereitung Dinge weglasse dann beeinfluss' ich den Wein ja auch.

00:10:29: oder wenn ich irgendwie was macht, zum Beispiel ein bestimmtes Holzfass auswählen.

00:10:33: Dann bestimme ich natürlich auch etwas zu den Beinen und man kommt nicht hinweg dass das Betriebsstil ist die Legit aber schön ist eben wenn es dann vergleichbare Charakteristika von den unterschiedlichen Herkünften gibt.

00:10:49: Es klingt ganz

00:10:50: schön komplex, wenn ich...

00:10:52: Sorry!

00:10:53: Nein, ich meinte nicht du hast es super erklärt Aber es klingt sehr komplex Die Dinge mit denen du dich oder ihr euch auseinandersetzen müsst, auch mit der Perspektive über Jahre oder Jahrzehnte.

00:11:04: Ja ja unbedingt!

00:11:05: Also es ist für uns sau interessant natürlich und für mich schon auch mal von der Arbeitseite her der Lebensinhalt.

00:11:13: also da das interessiert mich andere Dinge interessieren mich nicht so, das interessiert mich wirklich Und man muss aber aufpassen.

00:11:22: deswegen ist ganz gut dass Du's ansprichst Weinbubble bzw.

00:11:27: wir sind ja schon auch Freakstar irgendwie

00:11:29: und

00:11:33: wenn wir uns da zu arg im Kreis drehen, das Zerdenken und nochmal drüber denken und verkopfen Da muss man ja trotzdem noch irgendwie einen zugangenden Einstieg finden, gerade für Personen die sich da damit oder mit Wein einfangen zu beschäftigen.

00:11:50: Das Wichtige am Wein ist schon erstmal dass man trinkt nicht das man drüber spricht und dass man irgendwie ein Doktatitel draus macht sondern dass man dringt und dass es gut findet.

00:12:01: und wenn man sich damit beschäftigen will dann kann man in die ganze Sache einsteigen.

00:12:05: aber da probieren wir schon auch den Leuten die zum Beispiel so uns in die Vino T kommen ganz einfach zu erklären und natürlich auch weine nehmen hinzustellen, dass man das verstehen kann.

00:12:18: Also bei uns kann man immer alles probieren.

00:12:19: Man muss auch nichts kaufen, einfach vorbeikommen sich das anschauen anhören und wenn man da Bock drauf hat, kann man sich damit beschäftigen.

00:12:27: Wenn man kein Bock darauf hat dann kann man den Wein auch einfach trinken.

00:12:30: Das ist genauso gut.

00:12:31: Das muss jetzt wirklich nur ergänzen.

00:12:33: Es war nicht so gemeint, dass das was du erzählst komplex ist sondern eher dann habe ich es falsch ausgedrückt.

00:12:38: Es klingt einfach sehr komplex.

00:12:40: also was ihr euch da vorgenommen

00:12:41: habt so meinte?

00:12:43: Ja also dann dann ist schön.

00:12:44: aber ich verstehe natürlich und da reden wir auch darüber ganz klar, dass die Idee trotzdem nachvollziehbar ist weil es sich ja wie bei jeder Arbeit oder bei jedem Hobby mit dem man sich lang beschäftigt irgendwann ist man halt in so einem Strudel drin und es wird irgendwie für Außenstehende immer noch wörrer.

00:13:04: Aber ich finde es super, dass dir das so klar ist also dass du das jetzt schon auf dem Schirm hast.

00:13:08: wir dürfen nicht zu sehr in der Bubble sein sonst kann das vielleicht kontraproduktiv sein?

00:13:12: Ja klar!

00:13:13: Also ich würde's vielleicht so ausdrücken Wir müssen krass in der bubble sein Und in dem strudel ganz ganz tief weit runter und trotzdem irgendjemand haben.

00:13:24: Entweder sind wir selber und wenn wir es nicht selber können, dann muss jemand anders machen.

00:13:28: Den Einstieg trotzdem einfach zu halten.

00:13:31: Aber den Strudel müssen wir komplett durchgehen weil dann wissen wir... Dann haben wir die Essenis der nächsten Generation vielleicht ein bisschen weitergeben, was es bisher noch nicht gab und das ist ja eigentlich eine coole Sache.

00:13:45: Also wir müssen da rein, wir müssen das komplett in den, wie du hast das Trudel hast gesagt, damit da etwas daraus entsteht auch weil du sagst die nächste Generation also ihr denkt sehr langfristig

00:13:57: Ja, das macht man eh gerade bei so in der Landwirtschaft.

00:14:01: Bei Dauerkulturen was ist der Weinbau?

00:14:05: Was die Rebe natürlich auch ist müssen wir das auch.

00:14:07: also wir pflanzen hier einen Rebstock für wenn es gut geht fünfzig Jahre oder länger Das ist ja ich weiß nicht fünftig Jahrgänge werde ich nicht machen.

00:14:18: Also das ist schon für den nächsten Generationen wobei Man muss auch dazu sagen Ich halt gar nichts davon, eben zum sagen so die nächste Generation muss da was machen oder so.

00:14:31: Ich meine gar nicht die familiär nächste Generation sondern vielleicht gibt es irgendwann jemand der das weitermachen will.

00:14:37: ich hatte nie den familiären Druck und dann wirds natürlich auch da auch nie geben.

00:14:41: aber das langfristige denken ist schon eines ganz ganz wichtiger Punkt weil eben auch der Rhythmus also es dauert immer ein Jahr Wenn man denkt, man hätte etwas besser machen können.

00:14:57: Dann kann man es erst nach einem Jahr wieder anders machen und dann sieht das ja aber wieder ganz anders aus.

00:15:02: Das ist nervig manchmal, aber auch total gut.

00:15:09: Bei uns wird auch immer alles schneller eklat, aber der feste Rhythmus der Pflanze

00:15:13: bleibt.

00:15:14: Wenn ich das jetzt so höre, dann komme ich von komplex zu faszinieren in meine Einschätzung.

00:15:19: Ein Thema, das zieht sich total schön durchs ganze Gespräch bisher.

00:15:22: du sprichst von wir, der Gemeinschaft Du bist kein Einzelkämpfer sondern du tust dich zusammen mit anderen Jungen Winzerinnen und Winzern aus der Region.

00:15:30: Vielleicht kannst du uns da noch ein bisschen was dazu sagen wie ihr zueinander gefunden habt und was euch antreibt.

00:15:36: Also wir sind hier eben am Bayerischen Bodensee im Ufer Da gibt es Weimbau und eine Weimbauentwicklung.

00:15:44: Und so wie die Betriebsstrukturen hier sind, sehr kleine Strukturen, sehr... ...sehr kleine Betriebe, sehr bäuerlich geprägt.

00:15:52: auch die Betrieb.

00:15:53: Hat man immer schon zusammenarbeiten müssen.

00:15:56: Und auch wollen!

00:15:57: Also das war immer ne Gemeinschaft.

00:16:00: Das haben wir von unseren Eltern übernommen.

00:16:03: Wir haben jetzt nichts neu gegründet sondern die Gemeinschafte gab's schon immer.

00:16:07: Und wir sind da reingeboren natürlich als Kinder schon auf den gemeinsamen Weinfesten irgendwie rücksprungen und so, also was ganz normales.

00:16:16: Und jetzt haben wir uns eben vor ein paar Jahren zusammengesetzt – das war so vor Corona – und dann die Gespräche, die gingen auch durch Corona mit Zoom-Kolls und so und haben uns überlegt wie die Weinbauregion hier am Bayerischen Bodensee in zehn, zwanzig, dreißig Jahre aussehen könnte einfach um eine gemeinsame Vision zu haben und das war krass schön.

00:16:43: Also der Weg, der Prozess zur Idee die wir jetzt gefunden haben, war glaube ich für die ganze Region einfach gold wert.

00:16:52: also es hat uns noch enger zusammenbracht und da ist jetzt eben ein Papier entstanden wie wir Bayerischen Bodensee waren denken das hat genug Freiräume dass ich jeder ausleben kann und jeden natürlich einen eigenen Weg finden kann.

00:17:06: Es klingt nach Potenzial ohne Ende?

00:17:09: Ja,

00:17:11: das habe sogar ich verstanden!

00:17:13: Also hab' ich auch das Gefühl...und zwar auf ganz ganz verschiedenen Ebenen.

00:17:18: Potenziale auf der einen Seite in der Herkunftsausbildung beziehungsweise in den Weinen.

00:17:24: also wenn wir jetzt schon so eine Charakteristik in den Wein entwickeln können In der Kürze, in der Zeit wo wir uns eigentlich damit beschäftigen.

00:17:36: Also bin ich wirklich mal gespannt, wo wir in den fünfzehn Jahren sind.

00:17:39: also da freue ich mich wirklich drauf.

00:17:42: und natürlich auch in der ganzen Kommunikation, Außenwahrnehmung

00:17:47: etc.,

00:17:49: das sind wir überall ganz am Anfang.

00:17:51: Der Weg ist ja vor uns und ich bin total gespannt was hinführt.

00:17:55: Ich freue mich darauf und ich freue mich v.a.

00:17:57: auch dass mit so vielen Freunden und Freunde machen zu können.

00:18:02: Weil dann, also wenn es zusammen funktioniert macht's ja mehr Spaß, wenn

00:18:07: es alleine funktioniert.

00:18:08: Vielleicht hat so den Eindruck das nicht in Anführungszeichen nur Kollegen oder die gleich sind sondern dass da Freunde sich nahestehen zusammenarbeiten?

00:18:17: Ja sicher!

00:18:18: Also mit dem einen Kollegen hat man vielleicht ein bisschen mehr zu tun und mit einem anderen ein bisschen weniger aber Es ist schon ein sehr vertrauensvolles Verhältnis.

00:18:27: Wir wissen von ganz vielen Betrieben oder allen, wie gearbeitet wird und was man so tut.

00:18:33: Wenn man Probleme hat, ruft man jemand an.

00:18:35: Und es gibt natürlich auch die Kollegen mit denen man fast täglich telefoniert.

00:18:39: Ich hab einmal mit einem guten Freund geschärzt, dass wir den anderen Betrieb verspessern können wie unseren eigenen.

00:18:46: Ja also kommt vor!

00:18:48: Simon Hornstein, ganz herzlichen Dank für das Gespräch.

00:18:51: Danke, hat Spaß gemacht.

00:18:55: Das war der Bodenseepodcast, diesmal vom Seehaltenhof in Donnenhorn.

00:18:59: Ja und wenn ihr die zur erfolgreichen Donnenhorner Weine jetzt probieren möchtet oder wenn Ihr die Familie Hornstein einfach besuchen kommen wollt hier am Bodensee dann schaut gerne wieder in unsere Shownotes.

00:19:09: Dort findet Ihr wie immer alle Infos rund um den Seehalten Hof Und wir dort in einer der Ferienwohnungen ganz nah an See

00:19:16: Euren

00:19:16: Traumurlaub verbringen können.

00:19:18: Mein Name ist Peter Meisterhans.

00:19:19: Ich sage vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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