Die Geschichte der Bodan Werft

Shownotes

Fast einhundert Jahre lang kamen die großen Schiffe der Weißen Flotte vor allem aus Kressbronn am Bodensee. Heute ist die Bodan-Werft selbst Geschichte. Doch das neue Bodan-Areal lebt! Und bringt die Menschen zurück an den See. Ein Interview mit Dr. Jakob Böttcher, Amtsleiter Tourismus, Kultur und Marketing der Gemeinde Kressbronn am Bodensee.

Die offizielle Webseite über die Bodan-Werft mit vielen Fotos und Zeitzeugen-Interviews gibt’s hier: www.bodan-areal.de/. Sie sind interessiert an Führungen durch die ehemalige Bodan-Werft? Hier entlang.

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Bodenseepodcast, der Podcast von Echtbodensee.

00:00:06: Heute geht es um fast einhundert Jahre Geschichte vom Bodensee – und zwar um das Bodernareal, dass früher einmal die Bodernwerft war.

00:00:14: Hier in Kressbronn wurden jahrzehntelang die großen Ausflugschiffe gebaut, von denen viele noch heute auf dem See fahren.

00:00:21: Ganze Generationen von Werftarbeitern haben sich mit ihrem Unternehmen verbunden gefühlt und tun es heute noch.

00:00:30: Leider aber werden in Cress-Bronnen schon seit circa Jahrzehnten keine Schiffe mehr gebaut.

00:00:35: Die Werft ließ sich trotz aller Anstrengungen

00:00:37: nicht halten.

00:00:38: Das Geländen strahlt heute jedoch in neuem Glanz und ist als Bodernareal ein gelungenes Beispiel dafür, dass Neues entstehen kann wenn etwas vergeht.

00:00:49: Dr.

00:00:50: Jakob Bötcher kennt die Geschichte der Werft und das neue Areal inundauswendig.

00:00:54: Er leitet das Amt für Tourismus, Kultur & Marketing

00:00:57: in Cresbron.

00:00:58: Das weiß du ursprünglich nicht vom Bodensee, aber das Bodernareal ist ihm.

00:01:02: Wenn ihr mich fragt inzwischen richtig ans Herz gewachsen.

00:01:07: Hallo Jakob!

00:01:09: Ja schön dass wir hier sein dürfen.

00:01:10: ich bin zu Gast

00:01:11: in deinem

00:01:11: Büro.

00:01:12: Wir haben gesagt wir suchen uns einen ruhigen Ort wo man uns ein bisschen unterhalten können.

00:01:15: Vielleicht kannst Du mal in deinen Worten uns erklären weil ich ja schon so schwärme Was ist

00:01:21: das Boderenareal?

00:01:22: was hat es damit aus sich?

00:01:25: Also heute nennen wir es das Bodern Areal, also das Gelände der früheren Bodern.

00:01:29: Werft ist ein früherer Schiffsbaubetrieb.

00:01:33: Der hier in Cress-Pronn seit... ... und dann fast ein Jahrhundert lang hier im Ort große oder auch kleinere aber vor allem die ganz großen Schiffe, die auf dem Bodensee unterwegs sind gebaut hat.

00:01:51: Und dieses Gelände ist bis heute Sichtbar.

00:01:56: Der Diverft als Betrieb selbst ist seit Jahrzehntzehn musste leider Insolvenz anmelden, das Gelände ist aber im Anschluss unter Denkmalschutz gestellt worden.

00:02:08: und was sich dann in den nächsten Jahren nach der Insolvent entwickelt hat waren öffentlich teilweise auch sehr kontrovers diskutierte Pläne.

00:02:17: was aus diesem Gelände passieren soll und was wir heute dort vorfinden, ist eine Verbindung aus historischen Industriegeschichtlichen

00:02:27: Bauten.

00:02:28: Die alten Werftgebäude die insgesamt noch sichtbar erkennbar sind nicht in allen Details vollständig erhalten sind aber das Gelände die werft ist in ihrer Kombination komplett nausmaßen bis heute von der Seeseite auch sehr gut sichtba.

00:02:44: Gleichzeitig aus diesem alten Industriegelände, aus einer Industrieberache wurde ein modernes Wohnbauprojekt entwickelt.

00:02:52: Und diese Wohnbauten sind sehr gut in die historische Bausubstanz integriert.

00:02:59: Ein weiterer wichtiger Aspekt bei dem Thema Bodanarial ist das ganze Gelände ist heute öffentlich zugänglich.

00:03:06: also wir haben einen Industrie-Gelände.

00:03:07: was früher eigentlich den Besucher sich nur von außen als Mit einem Werkzaun abgeschotteten, wenig attraktiven Umfelddarbot ist heute ein einfach zugänglicher Ufernahbereich am See geworden wo man entlang einer Hafenpromenade planieren kann und entspannte schöne Zeiten direkt an Wasser verbringen

00:03:27: kann.

00:03:28: Also ich würde sagen, man kann es nicht besser beschreiben.

00:03:30: Allerdings bin ich beeindruckt dass das funktioniert also dass das so gelungen ist.

00:03:34: Das klingt alles so schlüssig wie du das auch erklärst, dass man versucht hat das zu bewahren und zu verbinden aber... Ich habe fast das Gefühl eher die Ausnahme dass das gelingt so was Tolles aus so einem Areal zu kreieren.

00:03:46: Nein das war alles andere als selbstverständlich.

00:03:48: Und das was heute entstanden ist War in den Anfängen als zwischen Ende Niedergang des Werftbetriebes als Schiffsbaubetrieb und den dann sich entwickelnden Plänen, was könnte man aus diesem Gelände machen?

00:04:04: Da gab es sehr unterschiedliche Vorstellungen bei allen Beteiligten oder all denenjenigen die sich an diesen Diskussionen beteiligt haben.

00:04:13: Und das was am Ende herauskommt war lange Zeit nie bei einzelnen Beteiligten sozusagen Teil der kompletten Visionen, sondern das ist, naja man könnte sagen ein Kompromiss der entstanden ist aber Kompromis im positivsten Sinne des Wortes.

00:04:28: Das

00:04:28: klingt über schnell negativ.

00:04:30: Dabei ist es ja eigentlich so eine Leistung die man auch erreichen muss dass man für alle einen guten Kompromiß findet?

00:04:36: Ja genau und ich persönlich bin in der Meinung, dass die Geschichte der Entwicklung dieses ganzen Geländes eigentlich sehr gut zeigt wie sich Wenn man bereit ist, energisch öffentliche Debatten zu führen in einer lokalen Gesellschaft und die auch aushält.

00:04:53: Dass am Ende des Tages etwas sehr Gutes herauskommen kann Auch wenn es manchmal im Laufe des Prozesses anstrengend ist Und mit persönlichen Verwerfungen einhergehen kann.

00:05:06: Das Bodanarial zeigt Es kann trotzdem etwas Großartiges dabei entstehen und daraus hervorgehen.

00:05:11: Willst du sagen das ist ein großer Erfolg geworden?

00:05:14: Es kommt natürlich auf die Perspektive an.

00:05:17: Für denjenigen, der früher in diesem Betrieb gearbeitet hat ist das eine sehr schmerzhafte Verlustgeschichte.

00:05:22: Wenn ich als Werftarbeiter und wir reden hier teilweise von ganzen Generationen, manchmal sogar zwei Generationen von Menschen, die in diesen Betrieb gearbeitet haben, die sich sehr intensiv mit ihrem Unternehmen identifiziert haben, sie stolz darauf waren bodern Arbeiter gewesen zu sein für die Eine schmerzliche Geschichte.

00:05:46: Die werden mit dieses Gelände tatsächlich immer daran erinnert, was hier mal gewesen ist und was nie wieder sein wird.

00:05:52: Da kann man wahrscheinlich

00:05:53: tun,

00:05:53: was man will mit dem Gelände?

00:05:56: Man kann dann nur sehr behutsam und sensibel mit diesen emotionalen Bindungen umgehen.

00:06:01: Man kann sie respektieren, sie anerkennen... Und ich bin aber der Meinung dass auch das ganz gut gelingt!

00:06:09: dann die Geschichte der Bodernwerf bleibt sichtbar.

00:06:12: Und trotzdem hat das Gelände heute einen Nutzen, der allgemeinheit zugutekommt und eben nicht nur einzelnen privaten Interessen.

00:06:20: also... Das ist ein tolles Stichwort finde ich wenn du sagst dass die Geschichte sichtbaar bleibt weil den Eindruck hatte ich total und wenn das jetzt mit dem Bodernwerk

00:06:30: selbst

00:06:31: nicht total traurig zu Ende ging, wenn man sich da vielleicht etwas anderes gewünscht hat.

00:06:35: Ist es ja auch das eine ganz lange Erfolgsgeschichte gewesen die ja vor allem die Schiffe oder den Personenschiff hat auf dem Bodensee bis heute prägt?

00:06:44: Ich glaube dass es ja bis heute sind Ausflugsschiffe auf dem Bodensee unterwegs, die in der Bodernwerft gebaut wurden.

00:06:50: Genau, das sind nicht wenige.

00:06:52: Also teilweise sogar die ältesten der großen Dreidecks Ausflugsschiffe der weißen Flotte, wenn wir zum Beispiel die MS Schwaben nehmen, die ja selber heute ein schwimmendes Industrie-Denkmal ist und erhalten und gepflegt wird und im Einsatz ist.

00:07:07: Die ist in dem Jahr neunzehnunddreißig dort gebaut worden.

00:07:10: Und

00:07:10: fährt bis heute?

00:07:10: Fährt

00:07:11: bis Heute!

00:07:12: Natürlich immer mal wieder modernisiert.

00:07:14: aber der Umstand dass der Bodensee einen Binnengewässer ist also Süßwasser hat dem Schiffsrumf so stark zusetzt, wie jetzt etwa mehr Wasser mit dem Salz führt dazu dass diese Schiffe sehr langlebig sind und bei guter Pflege sehr lange genutzt werden können.

00:07:31: Wenn ich mir die Geschichte der Werft denke dann fallen ein Begriffe ein wie wirtschaftliche Herausforderungen.

00:07:36: es gab ja Schwierigkeiten vielleicht auch Die Marktlage hat sich verändert.

00:07:39: das sind ja Parallelen auch zu hier und heute.

00:07:42: die Industrie in Deutschland steht vor großen Herausforderungen Auch am Bodensee ist Was das betrifft einiges los, würdest du sagen?

00:07:49: Das ist vielleicht so ein bisschen exemplarisch.

00:07:52: Auch für Herausforderungen die uns noch bevorstehen und dass vielleicht die Lösung, die man fürs Areal gefunden hat, dass das auch Ideen liefern kann wie man mit vergleichbaren Herausforderungen umgeht oder ist es jetzt viel zu weit gedacht?

00:08:04: Also was man glaube ich schon sagen kann ist... Man kann an der Entwicklung derwerft als Unternehmen wenn man sich das in Etappen anguckt nachvollziehen wie Unternehmen sich generell entwickeln, verändern und

00:08:21: auch

00:08:22: wieder aufgrund von technischen Veränderungen, von Marktveränderungen auch manchmal dann zu einem Niedergang eines eigentlich großen gut laufenden Unternehmens kommen kann.

00:08:32: Das ist jetzt natürlich nicht eins zu eins als langfristige Entwicklung auf jede Branche übertragbar aber ich glaube dass wir das in anderen Bereichen der Industrie auch so nachvollziehen können.

00:08:42: Ich habe es, glaube ich am Anfang schon erwähnt.

00:08:44: gegründet wurde das Unternehmen, kurz nach dem Ersten Weltkrieg.

00:08:48: Da haben sich drei Herren zusammengetan einen Ingenieur ein Arzt und ich glaube jemand mit kaufmännischem Hintergrund.

00:08:54: die haben erst mal gemeinsam Kapital investiert.

00:08:57: Die hatten erstmal nur am Anfang die Überlegung sie wollen im Schiffsbau aktiv werden.

00:09:03: an Bodensee gab es noch nichts Vergleichbares.

00:09:08: Man hat am Anfang darauf gesetzt, erst mal nur kleinere Schiffe mit Motoren auszustatten.

00:09:14: Also wir befinden uns noch einer Zeit wo Schiffe noch nicht alle vollständig motorisiert sind und vor allem auch wo Schiffs-Dieselmotoren noch etwas relativ Neues sind und noch nicht Standard.

00:09:25: auf dem Bodensee sind schon Ausflugsschiffe zum Beispiel unterwegs die laufen noch mit Dampf Und wenn man jetzt kleinere Boote sich anguckt dann sehen wir Segelboote oder auch die Fischer sind noch mit Ruder-Botenteilweise unterwegs.

00:09:37: In den ersten Jahren sind die sehr erfolgreich damit, erst mal nur diese kleinen Fischerboote mit Außenbordmotoren auszustatten.

00:09:44: Dann entwickelt sich das Ganze relativ schnell.

00:09:46: man baut dann kleine Yachten, kleine Sportmotorboote und dann kommt auch schon Ende der zwanziger Jahre der Schritt dass man anfängt.

00:09:53: für Deutsche Reichsbahnen zum Beispiel oder andere größere Gesellschaften, die hier am Bodensee das Wasser für Ausflugschiff hat.

00:10:01: Oder auch als Teil des öffentlichen Nahverkehres würden wir es heute bezeichnen, den dafür zu erschließen und sich halt etwas größere Boote dann mit Metallrumpf usw.

00:10:11: aus Stahl bauen zu lassen.

00:10:12: Und über diese Kompetenzen, die das Unternehmen dabei entwickelt... werden dann sehr schnell weiterentwickelt, sodass man in den dreißiger Jahren dann in der Lage ist schon diese großen Ausluckschiffe die dann stilprägend werden eigentlich für die gesamte Region nicht nur für dem Bodensee sondern auch für die angrenzenden Schweizer Seen.

00:10:30: Drei Decks, sehr elegante Linie, komfortabel mit Aufenthaltsräumen für Fahrgäste, die dann mit dem gleichzeitig aufkommenden Bodenseetourismus genutzt werden können für Ausluksfahrten.

00:10:42: und da sitzt So ab den dreißiger Jahren kurz unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg, das setzt sich dann in den fünftiger-sechzigerjahren noch fort ist der Markt noch nicht gesättigt.

00:10:51: Es gibt einfach einen steigenden Bedarf nach Ausflugsschiffen auf dem Bodensee und auch auf den angrenzenden Schweizer Sehen.

00:10:58: Tourismus ist noch ein Wachstumsmarkt.

00:11:00: es gibt gleichzeitig auch noch ältere Schiffe die mit Dampfantrieb laufen die modernisiert werden müssen oder ausgetauscht werden sollen.

00:11:06: also es gibt bedarf um fortlaufen jährlich ein großes schiff zu bauen.

00:11:11: Das zieht sich dann irgendwann bis zu dem punkt dass dann irgendwann mal der Markt gesättigt ist und die Werft sich überlegen muss, wie kriegen wir den Betrieb jetzt weiter ausgelastet?

00:11:20: Und dann – ich glaube das könnte man auch in anderen Branchen sehen – setzt so etwas ein.

00:11:24: Ich glaube einen Betriebswirt würde das als Diversifikation bezeichnen.

00:11:29: Man fängt an, sich in bestimmten Teilbereichen des Unternehmens zu spezialisieren.

00:11:34: Dann fängt die Werfte halt an und guckt naja, Betrieblichen Anlagen für andere Zwecke noch auslasten, wenn die Auftragslage für einen großen Schiff gerade nicht gegeben ist.

00:11:46: Da finden wir zum Beispiel auf einmal in den Unterlagen Hinweise darauf.

00:11:51: das Diverft zB bei den olympischen Spielen in München.

00:11:54: Die Schreinerei hat Schreinerarbeiten gemacht beim Olympischen Dorf oder die Schiffsgrümpfe die bearbeitet werden.

00:12:01: Naja man kann ein Schiffs-Grumpf der schwimmt auf dem Wasser Man kann aber auch das Wasser reinfühlen.

00:12:06: dann hat man Schwimmbad also Man baut aus Edelstahl Schwimmbadbecken.

00:12:12: Das ist übrigens ein Zweig des Unternehmens, der bis heute überlebt hat tatsächlich.

00:12:17: Das sind Nachfolgeunternehmen.

00:12:19: Der Bodern-Schwimmbaadbau gibt es noch.

00:12:21: Windkanäle wurden gebaut also ganz andere Dinge die eigentlich nichts mit Schiffsbau zu tun haben aber die auf Fertigkeiten die man sich über Stahlverarbeitung angeeignet hat nutzen konnte.

00:12:33: und mit solchen Spezialaufträgen ergänzt durch immer mal wieder Passagierschiffe hat sich der Schiffsbau lange Zeit halten können.

00:12:40: Aber irgendwann kam der Punkt, der setzt dann glaube ich so in den zweitausender Jahren an spätestens ein wo einerseits die Aufträge beim großen Schiffen nicht mehr regelmäßig genug kommen und gleichzeitig die Anforderungen an die Schiffe immer höher werden dass das Werksgelände dafür eigentlich zu klein wurde.

00:12:58: also okay Die Halle war irgendwann selbst die allergrößte Halle die man zur Verfügung hatte war nicht mehr groß genug um noch ein größeres Schiff bauen zu können.

00:13:07: Bedingt dann in Verbindung mit ein paar wirtschaftlichen Rückschlägen war der Betrieb irgendwann soweit Ende, ich glaube im Jahr zwei Tausend Zehn dass man die Konsequenz ziehen musste und Insolvenz angemeldet hat.

00:13:19: Das Areal ist wie wir eingangs ja schon angesprochen haben das ist heute noch da.

00:13:23: und was kann ich wenn ich in Cress-Pron zu Besuch bin?

00:13:26: Was kann ich vor Ort erleben?

00:13:28: du hast eingangs ein bisschen beschrieben wie das Areal aufgebaut ist, dass es öffentlich zugänglich ist.

00:13:33: Wie muss ich mir einen Besuch dort vorstellen

00:13:35: Wenn man sozusagen einfach mal den Besucher jetzt akustisch mitnehmen würden, was sehe ich?

00:13:41: Von der Bodernstraße aus komme und in Richtung Ufer gehe.

00:13:45: Wenn man von Osten aus das Real betritt würde man durch einen kleinen Park laufen und dann entlang eines kleinen Hafenbeckens eine Uferpromenade entlang gehen und dann direkt

00:13:59: auf

00:14:00: die schon aus einer gewissen Entfernung auch gut sichtbaren alten Werftallen zu laufen.

00:14:06: Das ist ja beeindruckend,

00:14:07: wenn wir da...

00:14:08: Genau und das sind auch die tatsächlich authentisch erhaltenen Gebäudeteile, die wir hier sehen.

00:14:15: Man kann jetzt entlang des Ufers auf einem Uferweg das gesamte Areal entlanglaufen.

00:14:22: immer linker Hand wäre der Bodensee, man hat einen schönen Blick auf den See, rechter Hand sind die alten Werfteilen.

00:14:29: Aber, was man rechte Hand auch sehen könnte sind auch moderne Wohngebäude die entstanden sind.

00:14:36: Teilweise sind diese Neubebauungen in die Konturen der Hallen hineingeschoben worden sozusagen also es sind nicht alle Hallen vollständig erhalten worden sondern nur die Auflage des Denkmalschutzes war.

00:14:51: diverft muss insgesamt als Industriekomplex noch sichtbar erkennbar sein Aber es müssen nicht alle Bereiche vollständig so erhalten bleiben, dass die historische Bausubstanz vollständisch konserviert wird.

00:15:03: Sondern das hat man nur versucht bei den wirklich sehr alten ersten Gebäuden zu machen, die aus der Entstehungszeit stammen was auch ganz spannend ist.

00:15:14: überall sieht man noch alte Werftanlagen, Slipanlagen Krähne Seilwinden.

00:15:23: Wer dann mehr erfahren möchte über Details, was steckt dahinter findet auch auf dem ganzen Uferweg entlang Ausstellungstafeln mit Hintergrundinformationen.

00:15:32: Also wir haben die ganze Geschichte von Anfang bis Ende in verschiedenen Kapiteln über das Geländeverteil zum Nachlesen aufbereitet.

00:15:41: Man kann total eintauchen.

00:15:43: Wenn man möchte, kann man diesen Fahrt begehen wie so ein kleines Museum.

00:15:48: Man muss nicht.

00:15:48: Man kann sich einfach, man kann einfach einen entspannten Spaziergang machen.

00:15:51: aber wer möchte, wer sich für solche Themen interessiert findet dazu Angebote in Text und Bild.

00:15:58: Es gibt mittlerweile auch ein kleinen Audio Guide der über die Zeigmal-App genutzt werden kann.

00:16:03: es gibt auch Kultur und Kulinarik.

00:16:05: Die werft, glaube ich, inzwischen sehr erfolgreich oder schon lange erfolgreich dort.

00:16:11: bei dem ganzen Gelände stand natürlich immer die Überlegung im Hintergrund Denkmalschutz klingt jetzt immer so, man erhält.

00:16:20: Man konserviert etwas eins zu eins und es darf sich nichts verändern.

00:16:23: Nein, so ist das bei den Bodern Areale nicht.

00:16:25: Es gibt geschützte Bereiche die müssten möglichst Originalgetreu erhalten bleiben.

00:16:30: Die werden auch erhalten aber das ist kein totes Gelände.

00:16:34: Das lebt, das entwickelt sich weiter.

00:16:36: Jetzt ist es nicht nur also öffentlich zugänglich sondern es gibt natürlich auch Angebote dass es sich lohnt dahin zu nehmen Genau, mit der Werft-Ninzehneunzehn gibt es einen Gastronomiebetrieb.

00:16:47: Der innovative Kulinarik anbietet und die Werft als Betrieb bespielt auch eine Kulturbühne, die in der Halle I jetzt dort liegt wo früher die Schiffe gelegen haben.

00:17:01: Man hat den Vorteil bei dieser Bühne ist man hat ein Dach über dem Kopf aber sie ist zur Seeseite offen.

00:17:07: also es fühlt sich an wie Open Air Aber man wird bei Regen trotzdem nicht nass.

00:17:12: Es ist eine Sommerbühne, also im Winter ist es zu kalt in der Halle.

00:17:14: Aber eigentlich gibt's das ganze Jahr immer etwas zu erleben.

00:17:17: Also es gibt so im Sommer einen, macht die Werft-Ninzen-Noenzin eigenes kleines Sommerkulturprogramm mit unterschiedlichen Angeboten, kleine Konzerte, Kleinkunst solche Dinge.

00:17:27: Also

00:17:28: wer nicht nur einfach über das Geländisch ländern möchte sondern ein bisschen erlebnisorientierter ist, der findet da

00:17:33: Angebote.

00:17:35: Darf ich dich zum Schluss noch fragen?

00:17:36: Wenn man dir zuhört, du lebst das Thema total.

00:17:40: Du

00:17:40: kannst

00:17:41: aus dem Stegreif ganz viel dazu erzählen.

00:17:44: wie bist du denn dazugekommen?

00:17:45: Wie bist du nach Cress-Pron am Bodensee gekommen?

00:17:47: Du hast mir Eingangs verraten dass du nicht aus der Region bist im Vorgespräch.

00:17:51: was hat dich hierher geführt?

00:17:52: wie wurde das Bodern Areal auch zu deiner impositiven Sine Baustelle?

00:17:57: Ich bin seit zwei tausend neunzehn hier bei der Gemeinde Cress Pron und Ich bin eigentlich vom Ausbildungs-Hintergrund her Historiker.

00:18:07: Und genau zu dem Zeitpunkt, als ich hier angefangen habe war die historische Dokumentation der Werftgeschichte schon weit fortgeschritten.

00:18:18: das ist unter meiner Vorgängerin noch in Begleitung eines weiteren Historikers angelaufen Dr.

00:18:24: Michael Berg, der auch einen Buch dann über die Werft Geschichte geschrieben hat Und ich habe dann sozusagen dieses Thema übernommen und musste oder durfte auf Grundlage dieses Materials, was dann halt vorlag diesen historischen Pfad den ich beschrieben habe mit dem ganzen Inhalten die wir da zeigen zum Abschluss bringen.

00:18:45: Wer sich vielleicht schon mal ein Bild machen möchte, was ihn da eigentlich erwartet?

00:18:50: Oder was hinter der ganzen Werftgeschichte steckt, der kann einfach mal auch im Internet gucken.

00:18:54: es gibt eine ganz Toll aufbereitete Internetseite zu dem Thema www.bodaan-areal.de, da kann man die ganze Geschichte sich angucken.

00:19:03: also man muss nicht zwingend sofort nach Cress Bronn aufbrechen auch wenn ich das würde jedem natürlich empfehlen.

00:19:10: aber man kann schon mal vorab einfach mal gucken wer jetzt vielleicht sowieso gerade vorm Rechner sitzt?

00:19:16: Das ist jetzt nur ein Mausklick entfernt.

00:19:18: einfach mal schauen.

00:19:20: Dr.

00:19:20: Jakob Bötcher ist der Amtsleiter im Amt für Tourismus, Kultur und Marketing in Krespron und war heute mein Gesprächspartner zum Thema Bodernareal.

00:19:28: Ganz herzlichen Dank, Jakob!

00:19:30: Vielen Dank es hat mir echt viel Spaß gemacht.

00:19:32: alles Gute weiterhin!

00:19:33: Danke dir auch.

00:19:36: Das war der Bodensee Podcast diesmal über die Geschichte der Bodernwerft und über das heutige Bodern Areal dass dort in Kraspron entstanden ist und sich noch viel weiter entwickeln soll.

00:19:44: Ja und Jakob hat es eben ja schon gesagt, wer sich schon mal einstimmen will

00:19:47: auf dem Besuch

00:19:48: in Kressbronn findet online jede Menge dazu.

00:19:51: Alle Links & Infos gibt's wie immer in unseren Shownotes!

00:19:53: Mein Name ist Peter Meisterhans.

00:19:55: ich sage vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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