Wiedereröffnung der Marienschlucht
Shownotes
Sie ist eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse am Bodensee, war aber mehr als 10 Jahre lang aus Sicherheitsgründen gesperrt. Ab dem 28. März steht die Marienschlucht nach umfangreichen Arbeiten endlich wieder allen offen. Matthias Weckbach war 24 Jahre lang Bürgermeister von Bodman-Ludwigshafen und begleitet das „Projekt Marienschlucht“ bis heute. Er weiß, was einen Besuch so besonders macht – und kommt ganz ins Schwärmen, wenn er den neuen Panoramasteg beschreibt, der durch die Schlucht führt!
Alle Infos zur Marienschlucht und zur Wiedereröffnung findet ihr hier: www.echt-bodensee.de/marienschlucht
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Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zum Bodenseepodcast, der Podcast von Echt Bodensee.
00:00:07: Heute möchten wir euch mitnehmen
00:00:08: auf eine akustische
00:00:10: Reise in die Marienschlucht!
00:00:12: Die wohl schönste Schlucht am gesamten Bodenseee ist seit jeher ein Magnet für die Gäste.
00:00:17: Doch nach heftigen Regenfällen kam es zu einem folgenschweren Unglück.
00:00:23: Das Gelände gab nach.
00:00:24: zwei Wanderer, einen Mann oder eine Frau wurden von den Erdmassen erfasst.
00:00:28: Für die Frau kam leider jede
00:00:29: Hilfe zu spät...
00:00:32: Lange Zeit war anschließend nicht klar, ob die Marien-Schlucht je wieder zugänglich gemacht werden kann.
00:00:37: Doch dank des Engagements vieler Menschen aus der Region ist es ab März wieder soweit.
00:00:42: Allen voran Matthias Wegbach – er war bis für den neuen Panorama Steg eine einzigartige Stahlkonstruktion gebraucht hat.
00:01:01: Wie man bei solch einem Vorhaben Gefahrenprävention und Naturschutz
00:01:05: unter
00:01:06: einen Hut bekommt.
00:01:07: Und warum man für all diese Dinge eine gesunde geht nicht, gibt es nicht Einstellung braucht?
00:01:13: Das hat uns Matthias Wegbach im Interview verraten.
00:01:19: Hallo!
00:01:21: Vielen Dank dass wir hier sein dürfen bei Ihnen.
00:01:24: Sie haben mich ja eingeladen ins Rathaus von Bodmann Ludwig's Hafen.
00:01:27: Wir sind direkt am See.
00:01:28: wer noch nie hier war auf den See raus schauen und das war, ich habe es ja schon verraten viele Jahre lang ihre Wirkungsstätte.
00:01:36: Ich habe nachgefragt ob wir uns hier treffen können?
00:01:39: War dann auch okay für die Gemeinde und dann hatte ich jetzt ein bisschen Asyl bekommen
00:01:44: dass wir gerne nutzen wollen.
00:01:45: Es hat aber auch seinen Grund, denn seit Jahrzehntei und zwanzig sind sie zwar nicht mehr Bürgermeister von Bodmann Ludwigshafen, aber ich sage mal das Projekt Marien-Schlucht – das hat sich auch nach dem Ende ihrer Amtszeit nicht losgelassen, leichter mal zu beginnen!
00:02:02: Was ist die Marien schlucht?
00:02:04: Warum reden wir heute drüber?
00:02:05: Ja den Marienschlucht habe Von der Zuständigkeit von Helmut Kendert nicht.
00:02:11: Der war damals auch Bürgermeister in Allensbach übernommen.
00:02:16: Damals ist allerdings am sechsten Mai ein wirklich schlimmes Unglück geschehen.
00:02:21: durch eine Rutschung, wurden zwei Wanderer überrascht.
00:02:24: die Frau ist leider verstorben, der Mann war schwer verletzt.
00:02:29: Und jetzt war die Frage, wie geht das weiter mit der Marien-Schlucht?
00:02:33: Können wir sie wieder aufmachen.
00:02:35: Die CRIBO hat Untersuchungen durchgeführt und natürlich im Lichte des Unglücks gab es viele Stimmen.
00:02:42: Lasst doch die Schlucht zu!
00:02:45: Das
00:02:47: war wirklich sehr einschneidend.
00:02:48: Es hat uns natürlich auch tief bewegt.
00:02:50: Man fragt sich dann natürlich auch welche Verantwortung man da auch selber mitträgt.
00:02:56: Es war dann ein Unglück, es wurde dann ermittelt von der Kripo und der Molassefelsen ist ja eigentlich Sand.
00:03:05: Also Meeresboden, sandiger Meeresboden unter Druck über viele Jahrhunderte, Jahrtausende zu einem Felsen verdichtet wurde
00:03:13: Und daraus ist die Marien-Schlucht beschaffen oder das macht, glaube ich.
00:03:16: Genau und wenn es jetzt regnet gibt's Sandsteinschichten, die sind härter und es gibt welche, die weicher.
00:03:23: Wenn sie weicher ist kann das Wasser besser durch.
00:03:25: Wenn Sie härter sind, kann es schlechter durch.
00:03:28: Das hat im Jahr zwei Tausendundfünfzehn unglaublich viel geregnet.
00:03:31: Es war nicht nur bei uns in der Schlucht.
00:03:33: In der Wutachschlucht.
00:03:34: Es waren am Höttinger Tobel, der seit dieser Zeit auch nicht mehr beliebbar und in vielen anderen Teilen in Süddeutschland gab es Rutschungen, aber bei uns eben dieses Unglück.
00:03:45: Und diese Molasserfelsen, also durch das Wasser geht durch die weiche Sandschicht durch bleibt an der harten Sandschicht und dann wird da Sand ausgespült immer wieder.
00:03:56: Dann entsteht quasi im Felsen so ein kleiner Hohlraum, der sich mit Wasser füllt und wenn dann der entscheidende Tropfen Wasser zu viel kommt, dann fließt das nach vorne raus Und das ist natürlich eine große Schwierigkeit.
00:04:09: und so ist auch die Rutschung dann entstanden, weil zwischen dem Molasserfelsen um den Boden da ist so ne kleine lose Sandschicht.
00:04:17: Weil der ja wirklich aus Sand besteht und er ist auf mich wiederungsbeständig dieser Boden Bäume können nicht hineinwurzeln,
00:04:25: d.h.,
00:04:25: wenn dann Wasser dazu kommt, das können Sie sich so ähnlich vorstellen wie wenn sie im Sandkasten ist.
00:04:30: Da
00:04:30: fehlt der Halt?
00:04:31: Dann fehlt der halt!
00:04:32: Sie haben den Sand in den Händen und Sie können was draufstellen – es ist gar kein Problem.
00:04:37: Wenn Sie ein bisschen Wasser dazugeben, können Sie die Sand formen, wo man der entscheidende Tropfen zu viel kommt, dann zerrinnt Ihnen das Ganze und geht weg und entwickelt quasi der Sand-Fließeigenschaften.
00:04:48: So nennt man das.
00:04:49: Und dann geht die Rutschung ab und da können Sie nichts malen.
00:04:53: Und jetzt kriege ich langsam so eine Ahnung, dass es... also weil Sie sagen das war im Jahr zwei Tausend Fünfzehn.
00:04:58: Wir haben jetzt zweitausends sechsundzwanzig.
00:05:00: Wir sprechen jetzt heute im Februar miteinander.
00:05:03: Im März wird die Marinschlucht nach all den Jahren kann sie wieder eröffnet werden.
00:05:07: Ich habe mich eingangs oder bei der Vorbereitung gefragt warum es so lange gedauert hat.
00:05:11: Ah, nicht so!
00:05:12: Dass das ja immense Herausforderungen waren.
00:05:15: Ja zunächst einmal musste die Grippe natürlich bis zum Jahresende in den letzten Jahren, sie sortieren musste untersuchen machen es wurde ermittelt solange war auch alles total abgesperrt und danach mussten wir uns sortieren wir Kommunen wie geht's denn da weiter mit der Schlucht?
00:05:31: Und dann wurde eigentlich schnell klar, wir brauchen eine Lösung die so ähnlich aussieht wie es früher war.
00:05:37: Aber das war Glas – so kann's nicht mehr werden!
00:05:39: Weil früher ging der Weg unten am Schluchgrund und das ist natürlich der gefährlichste Bereich weil egal von welcher Seite es rutscht, unten kommt es zusammen.
00:05:49: also da ist nur eine Frage der Zeit bis etwas passiert und vor diesem Hintergrund haben wir nach anderen Lösungen gesucht auch unter Einbindung vom Landesamt für Geologie, Hochstoffe und Bergbau Und die haben auch im Zuge des Ermittlungsverfahrens, wie das dann in den Unglück kam,
00:06:08: einen
00:06:09: Gutachten erstellt und reingeschrieben.
00:06:12: Dass aus ihrer Sicht da keine Hoffnung mehr besteht, dass es da eine Lösung
00:06:16: gibt.".
00:06:17: Das heißt sie haben gesagt, das könnte vergessen?
00:06:19: Ja.
00:06:20: Aha!
00:06:21: Okay damit haben Sie sich aber offensichtlich nicht abgefunden.
00:06:24: Nein, das ist so ein bisschen... Die Aufforderung an mich, wenn jemand sagt es geht nicht.
00:06:30: Dann will ich es halt doch genauer wissen, ob's auch wirklich nicht geht und bin mit einer Setzlatte dann in die Schlucht hinein.
00:06:38: Sie sind selber haben Masken?
00:06:39: Ja,
00:06:39: mit Helmut Kenderknecht zusammen.
00:06:42: Und dann habe ich so nach unten abgetäuft von der Holzsteganlage, die da war, an den höchsten Punkten.
00:06:49: Da konnte man fünf Meter runter Es war nur eine fünf Meter Seizlatte, also es ging hier anders und fünf Meter hoch.
00:06:56: Und im Jahr zwei tausendunddrei da hat das Landesamt für Rohstoffe Geologie in Bergbau schon mal die Westseite der Schlucht gesichert so dass eben dort nicht zu Rutschungen kommen kann.
00:07:11: Dann haben sie auch ganz schön festgelegt wo sind Rutschenzonen?
00:07:16: Wo sind Felssturzzonen Also eigentlich auch das Gefährdungspotenzial.
00:07:22: Und mit diesem Gutachten und der Sitzlatte war es dann so ein Punkt, dass ich gesagt habe ok fünf Meter runter, fünf Meter hoch sind wir bei der zehn Meter Linie und dann war's auch tatsächlich so zehn Meter übergrund vom Bach waren wir immer genau in diesem Bereich zwischen Rutschung und Feldsturzzone.
00:07:44: Ah, okay!
00:07:45: Und da konnte man dann stabilisieren?
00:07:47: Da war mein Gedanke, wenn es rutscht, dann rutschte sie ja nach unten weg aber wenn ich um drüber bin kann nichts passieren.
00:07:54: Die Felsen, da kann man darauf achten wie viele Hats da, welches Gefährdungspotenzial was kann man wegnemen.
00:08:02: In diesem Zusammenhang sind wir eben rausgegangen haben uns das angeschaut und gar nicht mehr viele Felsen gesehen.
00:08:08: Und wir haben auch jetzt bei der, das kommt ja bestimmt nachher noch drauf wie die Steganlage aussieht, da sind wir von der vom Felswand überhaupt abgerutscht nämlich so zwei bis drei Meter haben wir da Abstand davon.
00:08:23: Das heißt wenn was fallen würde wird es einfach zwischen dem jetzigen Panorama-Steg und den felsen gratin durchfallen und es würde keine Gefährdung für irgendjemander auf dem Steg läuft da sein.
00:08:35: und plötzlich kam aber eine viel größere Gefährdung auf, nämlich durch den Mondfelsen.
00:08:41: Und nicht durch die Felswand, weil sie kann ich ja einsähen oder bräumen, sondern durch den Oberhang sind dann Bäume.
00:08:49: Und vor diesem Hintergrund haben wir uns überlegt, das können wir übernetzen.
00:08:54: Da kam natürlich der Naturschutz und er meinte auch gar keinen Fall da wird überhaupt nichts übernetzt.
00:09:00: Jetzt mussten wir Lösungen finden alles insgesamt, das hat noch mal bestimmt zwei Jahre Diskussionen mit den Behörden vorsagt und dann sieht man wie doch das eine und das andere Jahr ins Land geht.
00:09:14: Natürlich haben wir auch sachlich uns auseinandergesetzt und durchaus kontroverse Positionen zum Naturschutz aufgebaut.
00:09:23: aber insgesamt muss ich sagen auch mit den Naturschutzverbänden, dem Regierungspräsidium oder dem Landratsamt.
00:09:29: Es war toll, wie die am Ende das alles auch als ihr Projekt gesehen haben und mitgemacht haben.
00:09:35: Auch das Land Baden-Württemberg, die ja ganz ordentlich ein Zuschuss leisten.
00:09:38: Das wäre für uns so gar nicht möglich.
00:09:40: also da schon mal vielen Dank und... Schapot, dass da alle mit dabei sind.
00:09:44: Auch heute noch mit dabei und an uns glauben das finde ich super!
00:09:48: Den Eindruck hatte ich auch, dass einfach vieles zusammen gräft und viel Engagement dahinter ist.
00:09:53: Ja und man muss natürlich... auch mir müssen dann verschiedene Themen sich eintinken ob es jetzt Artenschutz oder wenn ich heute so darüber berichte naja da gibt's weiche Sandsteinbänke oder zwischenkant ein See entstehen mitten im Fels.
00:10:09: Das muss man ja erst mal als Wissen ermittelt haben und das braucht halt einfach Zeit.
00:10:15: Dann ist doch umso mehr, glaube ich auch für Sie dann ein schönes Gefühl wenn es jetzt bald endlich wieder soweit ist?
00:10:20: Also wir freuen uns total und ganz am Anfang.
00:10:24: wir haben ja den Steg über Etappen bauen müssen.
00:10:26: Wir haben ja für dem Panorama-Steg eine Bauzeit von ungefähr
00:10:30: acht
00:10:30: Monaten gehabt und haben einfach aufgrund der Artenschutz Voraussetzungen, die es gibt nur vier, vierenhalb Monate arbeiten dürfen.
00:10:39: Das heißt wir mussten das auf zwei Jahre aufteilen, die arbeiten.
00:10:43: Es war natürlich ein bisschen bitter weil so neue Baustelleneinrichtung, neuer Seilkranen sind einfach mal siebzig Tausend Euro weg und es ist gar nichts gearbeitet worden sondern nur weil's weggekart und wieder hergekarrt wird.
00:10:56: Das ist ein bisschen ärgerlich aber okay So ist es nun einmal, aber das muss man natürlich schon sagen als man dann so ganz am Anfang schon mal gesehen hat wie's wird.
00:11:08: Da war da
00:11:08: schon ein Wow
00:11:09: gefahren und ich dachte oh Gott!
00:11:11: Das haben wir jetzt gemacht.
00:11:13: Und natürlich wird sich jeder fragen, muss das alles auf Stahl sein und werden wir sicherlich nachher auch noch drauf kommen.
00:11:19: Ja es muss auf Stall sein.
00:11:21: Können Sie ja auch gleich schon... Muss ja geht um die Haltbarkeit glaube ich?
00:11:25: Ja man kann sich so ein bisschen vielleicht vorstellen.
00:11:28: Ich würde mal ganz kurz beschreiben wie sieht denn der Steg eigentlich aus, wie ist das geworden?
00:11:32: also Wir haben nicht nur zwanzig-einenzwanzig in diesem Winterhalbjahr die Bereiche gemacht dass wir die Probeinstrumentierungen installiert haben.
00:11:44: Sondern wir hatten auch mit der Firma Christa Agio, ist eine Schweizer Firma.
00:11:47: Eine Topfirma am Merk.
00:11:49: Die haben die ganzen Löcher in den Felsen hineingebohrt und felsanker gesetzt.
00:11:56: Das ist natürlich ein Heidenarbeit!
00:11:58: Also die machte ich keinen Spaß Und die sind einen Tag vor Weihnachten sind ihr fertig geworden.
00:12:03: also da muss man sagen gut ab Haben sie toll gemacht Und so ist es dann immer wieder gewachsen.
00:12:10: Nachdem die Felsanker gesetzt waren, mussten sie dann vermessen werden.
00:12:15: Sie mussten überprüft werden auf Zug und Druck lascht weil manche gehen ja auf Druck und manche geh'n auf Zug, dass sie das auch halten.
00:12:22: Weil wir mit dem Stahl den wir in die Schlucht bringen etwa achtundachtzig Tonnen an Material reinbringen, die hängen jetzt am Fels.
00:12:30: Die müssen gehalten werden und dann sollten natürlich die Leute, wenn sie auf dem Steg sind ja auch noch gehalten werde.
00:12:36: also vor diesem Hintergrund da braucht man aber keine Angst haben.
00:12:40: ich sag nachher mal ganz kurz die Rechnung
00:12:42: es geht auf oder?
00:12:44: Es geht locker auf!
00:12:45: Aber das muss man natürlich alles beachten.
00:12:48: und nach der Vermessung hat dann die Firma Rettig hier eine Firma aus Bogmann komplett den Steh konstruiert und das ist nicht so ganz einfach.
00:12:59: Sie müssen den Stahlbau im luftlären Raum quasi machen, wenn sie es in einem Haus machen haben sie eine Bodenplatte und sie haben die Decke und dazwischen muss halt die Stahltreppe rein.
00:13:09: Das kann ich alles messen hier bin ich wirklich da draußen und dann kommt noch das Dove, wir sind ja in einer Schlucht.
00:13:15: Also ich habe nicht mal so einen guten Empfang mit dem Ende schon gleich gar nicht.
00:13:19: aber dann eben auch beim Vermessen nicht.
00:13:21: Das heißt es ist echt eine Motsarbeit!
00:13:23: Da haben wir mit der Firma Intramedrik aus Konstanz den Topf hier mal erwischt, die das auch gemacht haben.
00:13:30: Die müssen ja jemanden vom Messer haben der auch klettern kann.
00:13:33: Der hinter dem Seil und da muss es ja echt... Da darf er fast kaum atmen damit dass alles ausrichten kann.
00:13:41: also perfekt gemacht.
00:13:42: Wir haben das echt gut
00:13:43: gemacht!
00:13:44: Also ich freue mich selber jetzt auch schon richtig wenn im März dann die Eröffnung ist weil ich war nur einmal vor ein paar Jahren dort und da war's ja nur eingeschränkt zugänglich weil sie das noch mit den, mit der Stahlkonstruktion angesprochen haben.
00:13:57: Da kam wahrscheinlich dann warum nimmt man nicht Holz oder so was?
00:14:01: Ja da waren natürlich auch jetzt immer noch welche Stimmen die dann meinen ja Holz wäre besser gewesen.
00:14:08: Holz hat den Vorteil, Holz splittert wenn jetzt zum Beispiel etwas drauf fällt und eine Rutschung kommt Und dann habe ich keinen Schutz und der Stahlt er verformt sich.
00:14:20: Das ist ja ähnlich wie beim Auto, beim Crash Test wenn sie brauchen Verformungsbereichen die quasi diese genetisch oder diese Bewegung Energie dann wegnehmen.
00:14:30: und das ist halt beim Stahl der Fall.
00:14:34: Und bei den Netzen so dass man da auch sicher ist und das Geländer In Teilen variiert ein Meter zehn bis ein Meter vierzig hoch, also schon auch ordentlich und es ist eine Superkonstruktion.
00:14:46: Also da muss ich sagen der hierte Planungsbüro aus Friedrichshafen hat wirklich was Tolles geplant.
00:14:55: Ohne ihn und ohne das Büro dreieinhalbfünfundsechzig Grad aus überlingen, wäre es wirklich nicht gegangen.
00:15:01: Also ich würde mal sagen der Herr Senck von dreienhalbfundsechzehntig Grad Das wär jetzt der einzige der quasi nahtlos wenn ich mal nicht da wäre übernehmen könnte Der ist auch so drin im Projekt Und lebt das ganze dass es wirklich fantastisch ist.
00:15:15: und der Herr Hirte Da war's eine Vorgabe.
00:15:18: jetzt Okay, so sind wir halt.
00:15:21: Aber mir kriegen ja Zuschuss, sechzig Prozent finde ich super vom Land beim Würdenberg.
00:15:26: und dann war mein Gedanke okay für die Unterhaltskosten kriegt man natürlich kein Zuschuss.
00:15:30: das heißt wenn mal ein Baum drauf fällt dann sind es unsere Kosten Dann muss alles so konstruiert sein.
00:15:36: Das war dann die Vorgabe.
00:15:37: dass ist jetzt egal wie viel vielleicht jetzt im am Anfang mit als Investitionen kostet Dass sich später mit zwei drei Mann das aufschrauben kann und wegtragen kann Damit natürlich die Unterhaltskosten, die am Ende bei den Kommunen bleiben, möglichst gering bleiben, wenn was passiert.
00:15:56: Das war dann der Startschuss für Herrn Herter und er hat gesagt, da können wir natürlich kein Null nach Fünfzehn Geländer machen.
00:16:03: Und es ist mir auch recht so, weil Null auf Fünfzehn kann jeder.
00:16:06: Ich will etwas Besonderes.
00:16:07: Da hatte das tatsächlich hinbekommen alles verschraubt und auch so dass es zwei Mann schultern können wegschrauben und das neue schon dabei haben und fertig.
00:16:20: Das bedingt natürlich ein bisschen die Schwierigkeit, dass fast kein Teil wie das andere ist.
00:16:26: Es eigentlich alles Einzelanfertigung.
00:16:30: dadurch ist vielleicht jetzt im Invest ein bisschen teurer aber für später ist es günstiger und das war so.
00:16:38: der Punkt unterseht Fantastisch aus.
00:16:40: Mit Balkonen, Aussichtspalkonen, Begegnungsbereichen und man hat jetzt auch einen super Blick in die Schlucht.
00:16:49: den hatte man ja vorher nicht weil die Steganlage war direkt über dem Bach.
00:16:53: das hat einem die Sicht genommen ein bisschen und das ist jetzt nicht mehr so?
00:16:56: Es
00:16:56: ist jetzt nichts mehr so.
00:16:57: hier sieht man wirklich bis runter Und es waren natürlich wir müssen ja auch einen naturschutzfachlichen Ausgleich liefern.
00:17:03: Ein Teil des Naturschutz Fachlichen Ausgleis war der Rückbau natürlich das Alp-Nold-Steges zusammen gemacht Und da kommt man wirklich sehen von oben runter, dass der Felsen schon so grünlich war.
00:17:14: Also leichte Mose drauf waren, Flechten und dergleichen... ...und dort wo er unterhalb vom Holz steckt, wo wir den weggenommen haben?
00:17:22: Da war nichts!
00:17:23: Da war dann nackte Fels.
00:17:25: Wenn Sie jetzt reinschauen, sehen sie schon wie sich das auch jetzt langsam eingegrönt hat.
00:17:29: also es war echt wichtig auch gut für die Natur was man gemacht hat und im Prinzip glaube ich habe mir beide Bereiche profitiert.
00:17:38: Und wenn wir nichts gemacht hätten, das hat auch die Erfahrung gezeigt und da war natürlich auch ein Argument von uns und es ist auch stichhaltig.
00:17:46: Wir hatten ja einige Rettungseinsätze, das war ja so gesperrt und dann hat jeder so seinen Weg selber gesucht.
00:17:52: Ist am Ende halber verirrt oder gestürzt, der musste gerettet werden?
00:17:58: Dann ist man auch in Bereiche gegangen, die wirklich Wildruhezonen waren.
00:18:03: Dann ist vom Picknick noch was liegen geblieben, ein Bild und lauter solche Dinge.
00:18:08: Also das war nicht gut.
00:18:09: Und jetzt ist der Mensch nicht mehr ausgesperrt mit diesem Weg sondern er hat wieder einen.
00:18:14: Aber der Vorteil ist auch über die Besucherlenkung wird das Ganze kanalisiert.
00:18:18: Er hat seinen Bereich und die Wildruhebereiche werden nicht mehr gestört Die bleiben wieder.
00:18:33: Das
00:18:41: ist das längste Natur-Uf am Bodensee.
00:18:43: und wenn Sie zum Beispiel mit dem Schiff hinterfahren, dann kreisen die Möwen um sie.
00:18:49: Wenn sie hinterlaufen, haben Wirklich tolle Ausblicke und auch ganz viel Naturunsicherung.
00:18:56: Und das ist wirklich ein einzigartiges Naturerlebnis, und es ist mega hammer schön.
00:19:02: jetzt um die Zeit sogar fast noch ein bisschen schöner weil man so alleine dann auch ist und das Naturerlegnis da noch viel intensiv hat.
00:19:10: Also es vielleicht im Sommer der Fall ist, aber im Sommer hat man auch den Vorteil dass er schön im Schatten liegt.
00:19:16: also sie können da auch toll mit der Familie was unternehmen und man isst nicht gleich den ganzen Tag in der Sonne.
00:19:23: Das ist schon fantastisch!
00:19:25: Und Sie haben gigantische Ausblicke auf dem
00:19:28: Bodensee.
00:19:29: Mehr braucht man, glaube
00:19:30: ich nicht.
00:19:31: Matthias Wegbach, ehemals Bürgermeister vierundzwanzig Jahre lang von Bodmann Ludwigshafen und noch heute der Marienschlucht mit Herz- und Leidenschaft verbunden.
00:19:39: Ganz herzlichen Dank für das Gespräch!
00:19:41: Ja gerne!
00:19:44: Das war der Bodensee Podcast – der Podcast von Echtbodensee.
00:19:48: Diesmal im Gespräch mit Mathias Wegbach über die Marienschlucht, die wohl schönste Schlucht am gesamten See, die nach Jahren endlich wieder allen offen steht.
00:19:56: Wie immer gilt erzählen kann man ganz viel Wunderbares aber am Bodensee, da macht ihr euch besser selbst ein Bild.
00:20:02: Denn die Marienschlucht muss man einfach gesehen haben!
00:20:06: Mein Name ist Peter Meisterhans.
00:20:07: ich sage
00:20:07: vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
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